Für eine Diagnose in der Chinesischen Medizin (TCM) spielen das Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken eine wichtige Rolle. Eine genaue Diagnose beinhaltet folgende Aspekte: Augen, Nase, Ohren, Mund, Gesichts- und Hautfarbe, Zunge und Zähne, Mundgeruch und der Geruch von Körperausscheidungen, so wie Körper- und Atemgeräusche. Ebenso werden auch soziale und familiäre Verhältnisse, Schlafgewohnheiten, Ernährung, Beruf und Körperempfindungen heran gezogen. Des Weiteren gehört auch eine Pulsdiagnose dazu. Wir kennen ca. 900 Akupunktur-Punkte.
Die Reizung von Akupunkturpunkten ist die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an exakt festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden. Die Akupunkturpunkte liegen auf der Körperoberfläche ( Haut) an genau festgelegten Punkten, den Meridianen. Nach altchinesischer Auffassung kreist die Lebensenergie mit ihren Anteilen YIN und YANG in ihnen. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, aber als Gegenpole, wirksam. Ihr absolutes Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht, führt deshalb auf Dauer nach der TCM zu Krankheit. Heute kennt man verschiedene Möglichkeiten, die Akupunktur bei bestimmten Punkten zu reizen. Wenn man Nadeln in sie sticht, bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man die Akupunkturpunkte auch durch Wärme (Moxibustion), Laserstrahlen, Ultraschall, oder auch durch Druck mit dem Finger (Akupressur) reizen.
Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel oder einem Akupunktur Modell die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, wird auch verständlich, dass fern vom Ort eines Schmerzgeschehens gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen können. Der Arzt muss den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren und nicht nur eine lokale Stelle, um auch wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen zu können.
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