Kolbenringe | Kupplung und Kardanwelle  

Differential

Auf der letzten Station der Reise zu den Rädern passiert die Antriebskraft das Differential. Das Differential ist in Fahrzeugen mit Frontmotor und Heckantrieb eine separate Einheit und befindet sich in der Hinterachse. In allen anderen Fahrzeugen ist es Teil der Getriebeeinheit.
Abhängig davon, ob es sich um einen längs oder quer eingebauten Motorhandelt, hat das Differential zwei oder drei Aufgaben zu übernehmen: Es sorgt für eine letzte Ganguntersetzung, es ermöglicht beim Kurvenfahren das langsamere Drehen eines Rades und überträgt bei längs eingebauten Motoren die Antriebskraft über einen rechten Winkel auf die Räder.
Obwohl das Getriebe die Motordrehzahl der Fahrzeug-Geschwindigkeit anpasst, ist eine letzte Anpassung für eine gute Fahrleistung und einen erträglichen Kraftstoffverbrauch erforderlich.
Diese Reduzierung wird durch zwei weitere Gänge erreicht das Tellerrad und das Kitzel. Hierbei treibt das kleine Kitzel das größere Tellerrad an. Die Geschwindigkeits-Reduzierung hängt von der Anzahl der Zähne der beiden Zahnräder ab. Hat das Ritzel 10 und das Tellerrad 34 Zähne, so dreht sich die Kardanwelle 3,4 mal, um das Tellerrad, und damit die Fahrzeugräder, einmal zu drehen. Dies ergibt somit eine Geschwindigkeits-Reduzierung im Verhältnis von 3,4: 1.
Beim Kurvenfahren hat das weiter von der Bordsteinkante entfernte Rad einen weiteren Weg zurückzulegen als das gegenüberliegende Rad. Das Differential ermöglicht es den beiden Rädern, sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu drehen. Dies trägt dazu bei, dass die Abnutzung von Reifen und Differential reduziert wird.
Schließlich übertragen das Ritzel und das Tellerrad bei heckgetriebenen Fahrzeugen den Antrieb über einen Winkel von 90° auf die Fahrzeugräder.


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