Die Betriebsanleitung teilt Ihnen mit, welche Ölmarke für Ihr Auto richtig ist und wieviel Öl der Motor faßt. Zwei Dinge sind dabei besonders wichtig: die Viskosität (Zähflüssigkeit) des Öls, und, bei amerikanischen Wagen, die API Daten. Die Viskositätszahlen bedeuten die Minimum- und Maximumtemperaturen, bei denen das Öl schmierfähig ist. Es ist wichtig, dass auf der Öldose, die Sie kaufen, die gleichen Viskositätszahlen stehen wie in der Betriebsanleitung angegeben sind. Die API (American Petroleum Institute) Daten sollten in SE oder SF (CD oder CF bei Dieselmotoren) angegeben sein. Wenn diese Leitzahlen in der Betriebsanleitung angegeben sind, muss das gleiche Öl verwendet werden. Die Ölmarke spielt keine Rolle, aber Öl ohne API Angaben sollte nicht benutzt werden. Zum Einfüllen des Öls muss zuerst der Verschluss entfernt werden. Um zu verhindern, dass Öl auf den Motor läuft, kommet ein Trichter in den Einfüllstutzen, durch den das Öl direkt aus der Dose oder einem Messbecher eingegossen wird. Manche Dosen haben einen Plastikstutzen, aber wenn der Zugang zum Einfüllstutzen schwierig ist, empfiehlt es sich, einen Trichter zu benutzen. Beim Einfüllen ohne Messbecher ist es ratsam, stets nur kleine Mengen einzugießen und häufig mit dem Meßstab nachzuprüfen, bis der Ölstand gerade über der Voll- oder Maximalmarke liegt. Es dauert einige Zeit, bis das Öl wirklich in die Wanne läuft, darum sollten zwischen Einfüllen und Messen mindestens ein bis zwei Minuten liegen. Mit dem Messbecher kann man die benötigte Menge genau bemessen; trotzdem ist es notwendig, mit dem Ölstab nachzuprüfen, dass diese Menge auch stimmt.Wenn der Ölstand stimmt, wird der Einfüllstutzen wieder verschlossen. Dann sollte der Motor einige Minuten im Leerlauf laufen, damit das Öl in das Filter und das übrige System gepumpt werden kann. Jetzt zeigen sich auch eventuelle Lecks am Dichtungsring und am Ablassventil; wenn nötig, muss das Ventil fester angezogen werden. Sobald der Motor wieder abgestellt ist, fließt das 01 in die Wanne zurück, und die zweite Messung kann erfolgen. Im Bedarfsfall wird mehr Öl hinzugefügt.Einige Firmen werben mit bahnbrechend neuen Ölzusätzen zur Verbesserung oder Wiederherstellung der Motorleistung. Herkömmliche hochwertige Motorenöle enthalten aber bereits alle nötigen Zusätze, um die Lebensdauer eines Motors zu verlängern, Reibung zu verhindern und Korrosion vorzubeugen. Es gibt kein Öl, das nicht ersetzt werden muss, und wenn gewisse Zusätze verdoppelt oder verdreifacht werden, geht das oft auf Kosten anderer Zusätze. Das könnte sich vor allem bei älteren Motoren schädlich auswirken. Deshalb ist es ratsam, sich zu überlegen, ob sich diese neuen Zusätze wirklich lohnen. Es besteht außerdem die Gefahr, dass - wenn ein Auto oder ein Austauschmotor noch unter Garantie stehen - die Zusätze die Garant eungültig machen können
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