Die Unterwasserwelt hat ihre eigenen Reize. Wer sich intensiver damit beschäftigt; den lässt sie nicht wieder los. Es ist heute auch ganz einfach geworden, diese Wunderwelt ins eigene Heim zu holen. Wer ein Aquarium zum ersten Mal einrichten möchte, muss nur einige Grundbegriffe wissen: Bodengrund reinigen und einbringen: nach einer Seite abfal1end. damit sich hier der Mulm sammeln und leichter absaugen lässt. Bei der Pflanzenauswahl darauf achten, welche Arten in Gruppen zu setzen sind, welche nur als Einzelpflanzen wirken, was sich für den Hintergrund eignet und welche Pflanzen klein bleiben, also für den Vordergrund geeignet sind. Die Fische kommen ganz zum Schluss an die Reihe. Die Auswahl ist zwar groß, für den Anfang sind aber anspruchslose Arten empfehlenswert. Viele lebendgebärende Fische (keineswegs aber alle!) vermehren sich praktisch ohne Hilfe des Pflegers. Setzt man einige Fische ins Becken, ist in einigen Monaten ein Schwarm daraus geworden. Diese Schwarmbildung und die hübschen Farben machen die Fische für den Anfänger interessant. Der Name Lebendgebärende sagt schon, dass keine Eier abgesetzt, sondern lebende Junge zur Welt gebracht werden; gibt es etwas Schöneres, als zu sehen, wie sich das Aquarium in eine Fischkinderstube verwandelt? Die heranwachsenden Jungfische sind ein Erlebnis - und dann ist sie plötzlich da, die große Freude an der "Aquaristik". Später, mit wachsender Erfahrung, kann man nach Höherem streben; man wird sich im Laufe der Zeit eine bessere Ausstattung zulegen, seltenere und schwerer nachzuzüchtende Arten. Aber das hat noch Zeit. Zunächst müssen wir das kleine ABC der Aquaristik lernen, und das ist nun mal die Zucht der anspruchlosen Lebendgebärenden. Wer sich ernsthaft mit der Aquaristik beschäftigen will, wird bald merken, dass auch schon der Anfang viel Freude bereitet.
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